Zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland wird der Fehmarnbelttunnel gebaut. Dabei handelt es sich um das größte Infrastrukturprojekt Europas und den längsten Absenktunnel der Welt. Ein interessantes und anspruchsvolles Projekt für Koop Wasserbau.
Für die Realisierung haben wir im Auftrag der Firma Sterk begonnen, die Entwässerung im Bereich des Arbeitshafens mithilfe von eingefrästen Drainagesträngen zu installieren. Aufgrund der steinigen Bodenverhältnisse war dies keine leichte Aufgabe. Anschließend wurden Filterlanzen für den Bau des Arbeitshafens auf der deutschen Seite eingespült.
Zuvor wurden zwei Pumpversuche durchgeführt, um die Fördermengen und die erwartete Grundwasserabsenkung zu ermitteln. Zu Spitzenzeiten waren 20 Pumpen gleichzeitig in Betrieb.
Um einen großen Teil des benötigten Baumaterials auf dem Seeweg zu transportieren und um das örtliche Straßennetz auf Fehmarn zu schonen, wird ein neuer Bauhafen errichtet. Der Hafen wird 225 m x 25 m groß sein und an seiner tiefsten Stelle etwa 3 m unter dem Meeresspiegel liegen.
Der zweite Teil der Wasserhaltung wurde auf Fehmarn am deutschen Tunnelportal durchgeführt. Die Baustelle befindet sich dabei im Meer. Die Baugrube war bereits vollständig mit wasserdichten Spundwänden gesichert worden. Koop Wasserbau hatte demnach die Aufgabe, die Grube (die 220.000 m³ Meerwasser enthält) mithilfe von 6 Abwasserpumpen und einer Pumpenleistung von 1800 m³/h leer zu pumpen.
Der 18,2 km lange Fehmarnbelttunnel soll im Jahr 2029 eröffnet werden.
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