Unter Wasserwirtschaft verstehen wir alle Maßnahmen zur vorübergehenden Absenkung des Grundwasserspiegels. Dies schließt die Beantragung von Genehmigungen, die Installation der Wasserhaltungssysteme, die Erstellung von Monitoring-Konzepten zur Überwachung der Grundwasserqualität und des Grundwasserspiegels bis zur frequenzgesteuerten Absenkung ein. Wir kümmern uns für Sie um den gesamten Prozess von A bis Z.
Die Vorstufe der Grundwasserabsenkung
Auf Grundlage bodenkundlicher Kenndaten, dem Grundwasserstand, der Baugrubengröße und der Aushubmaße werden Untersuchungen und Berechnungen für die erforderliche Absenkung, die zu erwartenden Fördermengen und die Absenktrichterreichweite durchgeführt. Die Berechnungen beruhen auf den Bodenkenndaten des projektspezifischen Bodengutachtens.
Mithilfe dieser Berechnungen geben wir Ihnen eine Entwässerungssystem– und Überwachungsempfehlung für die Grundwasserabsenkung.
Der nächste Schritt ist die Einreichung einer Anmeldung oder eines Antrags auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis bei der Unteren Wasserbehörde.
Die Umsetzung der Empfehlungen in die Planung der Grundwasserabsenkung erfolgt in einem Wasserhaltungsplan, der auf allen Vorgaben basiert. Die Komponenten des Wasserhaltungssystems werden in Bezug auf das Projekt und die Umgebung berücksichtigt.
Vom Plan zur Ausführung
Sobald der Plan fertiggestellt und genehmigt ist, können wir mit der eigentlichen Durchführung der Grundwasserabsenkung beginnen.
Grundwassermonitoring
Ein wichtiger Teil der Entwässerung ist die Durchflussmessung und die Überwachung der Grundwasserstände und damit die Kontrolle der Auswirkungen auf die Umwelt. Zur Überwachung des Grundwasserspiegels werden in der Baugrube und im Bereich des Absenktrichters Überwachungspegel installiert. Vor der Inbetriebnahme der Wasserhaltung wird eine Null-Messung durchgeführt. Der Grundwasserstand wird während des Pumpbetriebes täglich gemessen und die vorgegebenen Grenzwerte überwacht.
Frequenzgesteuerte Wasserhaltung
Eine unserer Wasserhaltungsmethoden ist die frequenzgesteuerte Wasserhaltung mittels einer Wasserstandsmessung. Die Pumpen sind an eine vollautomatische Steuereinheit angeschlossen, bei der die Entwässerung anhand der erforderlichen Grenzwerte eingestellt wird. Die Wasserstandsmessung erfolgt durch Niveausteuerungen in verschiedenen Überwachungspegeln auf der Baustelle.